Also eines müssen wir jetzt mal klarstellen: Kalifornien darf man nicht gleichsetzen mit Sommer, Sonne, Wärme oder gar Hitze. Zumindest nicht, wenn man auch schon vormittags im Staat ist. In San Francisco mag das wegen der Nähe zum Pazifik ja noch als Ausrede gelten, aber in Los Angeles – da spielte doch immerhin der Hoff und Baywatch?! Es gab nicht einen Tag, bei dem man morgens nicht mind. eine Weste gebraucht hätte. Und die Sonne hat man wegen der Wolken ebenfalls vergebens gesucht. Ja, wir hatten schon mit dem Gedanken gespielt, uns vor Ort noch neu einzukleiden weil unsere Langarmsachen und Jeanshosen so langsam knapp wurden. Wenigstens ab Mittag kam die Sonne dann aber doch durch und das, was man klimatechnisch mit Kalifornien verbindet, trat ein. Wir wollten aber mehr, also ging es heute ab Richtung Las Vegas. Und ja, kaum war man 80 Kilometer außerhalb Richtung Osten gefahren, stieg das Thermometer auch schon auf über 30 Grad. Vormittags wohlgemerkt!
Richtung Osten fahrend nutzten wir die Gelegenheit, um uns trotz des wärmeren Wetters doch noch ein bisschen neu einzukleiden. In Ontario (der Stadt) gibt es nämlich das Ontario Mills Outlet, welches mit über 200 Shops für eigentlich jeden die Möglichkeit bietet, Geld auszugeben. So schlugen wir stärker zu als geplant und rechtfertigten dies mit unserer schwäbischen Ader.
Als Kontrastprogramm fuhren wir danach in den Joshua Tree Nationalpark. Bei der Planung hatten wir ursprünglich neben dem Joshua Tree NP noch den Death Valley NP zur Auswahl. Ratet mal, wer dafür gesorgt hat, dass wir Joshua angesteuert haben…So fuhren wir dann hinein und hörten obligatorisch auch den zugehörigen Soundtrack dazu („The Joshua Tree“ von U2 für die, die es bis jetzt noch nicht gerafft haben).
Aber ganz im Ernst: Der NP ist atemberaubend schön. Er bot viele grandiose Panoramablicke, natürlich viele der namensgebenden Joshuabäume, imposante Steinformationen und ein paar suizidgefährdete Kleintiere. Wir kamen mit dem Bilderschießen fast nicht hinterher, vor allem, da wir für ein bestimmtes Foto an die 20 Minuten investiert hatten, um dann doch abzubrechen…
Im Nationalpark kann man übrigens auch den Sankt Andreas-Graben besichtigen (dort treffen die pazifische und amerikanische Platte aufeinander. Plattentektonik, ihr wisst schon…). Katja konnte den Ausblick leider nicht lange genießen, da sie von einem Schwarm (!!!!) Bienen belästigt wurde – sie ist halt eine GANZ Süße ;).
Wir müssen auch noch unseren ersten McD-Besuch erwähnen, der dann doch schwieriger war als erwartet. Das mit den Menüs und so ist halt doch etwas anders wie in Deutschland. Die Amis blicken es übrigens nicht, wenn man ihnen beim Wechselgeld helfen will, indem man z.B. bei einem Betrag von 8,61 Dollar 7,01 Dollar hinlegt. Man wird ungläubig angeschaut und gefragt, ob man den 1 Cent auch wirklich geben möchte...
Nun ist es auch schon Abend und Zeit, den Akku endlich mal richtig aufzuladen – Morgen wird bis 8 (!) Uhr geschlafen bevor es dann nach Las Vegas weitergeht.
PS: Leider hat auch das heutige Motel eine abgef… Interetverbindung, sodass wir alle Bilderhoffnungen auf das MGM in Vegas legen.
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