Donnerstag, 16. Juni 2011

Natur pur

Tag 5 (16. Juni 2011)

Zweiter Tag auf der Etappe in Richtung Los Angeles. Über die Route 1 fuhren wir weiter nach Süden. Erste Zwischenstation war das kleine Örtchen Carmel, welches zu den teuersten Städtchen am Pazifik zählt. Brad Pitt scheint hier ein Haus zu besitzen und Clint Ostholz war hier schon Bürgermeister. Außer nett anzusehenen Häuschen und ein bisschen Strand mit Wind gab es nichts allzu erwähnenswertes. Es wurden auch weder Starbucks noch McD gesichtet.

Dafür aber gibt es historisches in Carmel zu besichtigen, nämlich die spanische Mission zur (quasi) Stadtgründung, erbaut von einem Franziskanermönch im Jahr 1770.






Das Highlight des Besuchs von Carmel war dann aber doch das Tanken. In Amiland gibt es ja verschiedene „Angebote“, welche die Tankstellen anbieten. In den seltesten Fällen funktioniert es nach dem Prinzip Deutschland und so erwischten wir eine, bei der man vor dem Tanken beim Tankwart sagen muss, für wie viel Dollar man tanken will. Bettina hatte ja Leistungskurs Mathe und konnte so ausklügeln, wie viel Gallons wir schon verbraucht hatten. Schließlich war der Tank noch fast zu ¾ voll, aber auf dem Weg nach L.A. würden nach Carmel nur noch 2 Tankstellen kommen, die recht teuer seien, da quasi Straßenmonopol auf der Route 1. Jedenfalls kamen wir genau hin mit den 15 Dollar, die wir ausgaben.

Mit vollem Tank ging es dann in den Lobus Point State Park, in welchem man campen und wandern kann. Wir suchten uns 2 Trails (Sea lion, als ob wir die nicht schon oft genug gesehen hätten ;) und Cypress) heraus und genossen die herrliche Landschaft. Und natürlich den Wind.





















Nun waren wir zweideutigerweise so richtig in Fahrt gekommen und fuhren danach gleich den nächsten State Park an: Big Sur. Auch hier kann man wandern und campen. Wir entschieden uns für die Pfeiffer Wasserfälle und wanderten los...zu unserer "Überraschung" war der Wasserfall aber nicht wie beschrieben nur ca. 500 Meter vom Parkplatz entfernt, sondern eher entsprechendes in 500 Höhenmetern. So schlängelten wir uns die fast naturbelassenen Pfade hinauf, fit wie wir ja sind, mit entsprechend großer Erwartungshaltung für die Mühen. Leider vergebens, denn die Wasserfälle sind dann doch nicht so imposant wie man gedacht hätte.
Auf dem Rückweg hatten wir noch die Möglichkeit, einen Trail zu einer Talübersicht zu laufen, wo wir uns aber nicht dafür entschieden. Glücklicherweise, denn unten angekommen fanden wir heraus, dass der Weg insgesamt 6 Meilen umfasst...auf fast naturbelassenen Pfaden. Und Aussichtspunkte sind ja für gewöhnlich da oben.















Nun war es erstmal genug mit Natur, zumindest was aktive Naturerlebnisse unsererseits betraf. Also ab ins Auto und die Natur während dem Fahren in Richtung Morro (um den dortigen Felsen in der gleichnamigen Bucht im rechten Autofenster zu betrachten) mit Zwischenstopp in San Luis Obispo zum Hamburger essen und schließlich gefühlt vorbei an Michael Jackson's Neverland Ranch (wir fuhren an Los Olivos und dem Santa Ynez - Tal vorbei - wundervolle Landschaft, so typisch Wild West Steppen) durch den Las Padres National Forest (tolle, tolle Landschaft again!) rein nach Capin...whatever, weiß grade nicht, wo wir sind und Bettina schläft schon...auf jeden Fall nicht weit weg von Santa Barbara.










Morgen dann die letzten knapp 100 Meilen nach LA und dann nach Anaheim um eine irische Kapelle zu besuchen.

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